Octoprint Anleitung – Ein bisschen anders als Yet another…

Von Octoprint hat inzwischen wahrscheinlich jeder gehört und jeder zweite hat schon mal ein Tutorial dazu geschrieben. Deshalb möchte ich hier weniger darauf eingehen, was Octoprint ist, was es kann und wie man es auf den RPI bekommt.

Was ich viel interessanter finde ist die Optimierung des Ablaufs des Druckens mit Octoprint. Ich gehe ab hier davon aus, dass ihr einen PI mit Octoprint am laufen habt. Wichtig ist, das Octoprint nur im Lokalen Netzwerk bei euch erreichbar ist und der PI nicht nach „draußen“ kommuniziert (zumindest am Ende der Anleitung)

Ich nutze als Slicer simplify3d, das funktioniert einfach Einwandfrei und wird ständig gewartet. Ebenfalls sind releases hier verlässlich und funktionieren immer ohne Bugs. simplify3d hat allerdings einen Haken – es hat kein direktes Interface für octoprint. Um mir dennoch das Leben hier leicht zu machen habe ich einen kleinen Umstand gebastelt:

Auf meinem PI läuft ein SAMBA-Server, der ein Verzeichnis im Home-Verzeichnis mit mir teilt. Dieses Verzeichnis habe ich als Netzlaufwerk an meinem Windows-Rechner verbunden. So kann ich direkt nach dem Slicen beim Export zur SD-Karte in simplify3d einfach das Netzlaufwerk wählen und meine STL-Dateien wie auf einer SD-Karte speichern. Der größte Vorteil hiervon ist, dass ich mir das Aus und Einstecken der SD-Karte und den damit verbundenen Verschleiß der Kontakte spare. Außerdem minimiere ich so das Risiko eines ESD-Schadens an meinem Drucker, damit habe ich mir vor wenigen Wochen eine SD-Karte gekillt.

Was ihr macht ist folgendes:

  • SAMBA auf dem pi installieren
    • sudo apt install samba-common samba
  • Ein Verzeichnis im Home-Verzeichnis erstellen und freigeben (am besten unter dem Benutzer, den ihr auch für octopi verwendet)
    • mkdir /home/$user/3ddrucker
  • Das Verzeichnis mit net usershare freigeben
    • net usershare add 3D-Drucker /home/$user/3ddrucker „Kommentar zum Verzeichnis“ Everyone:r guest_ok=y
  • In Octoprint das Verzeichnis als Beobachtetes und als Uploadverzeichnis festlegen

Anschließend verbindet ihr euer Freigegebenes Verzeichnis als Netzwlaufwerk in Windows. Hierbei müsst ihr möglicherweise beachten, dass sich windows mit anderen Anmeldeinformationen mit dem Laufwerk verbinden muss.

Das wars dann auch schon. Ab sofort könnt ihr wie gehabt slicen und exportieren, als Zielordner nehmt ihr allerdings ab sofort statt der SD-Karte einfach das Netzlaufwerk.

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